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„Du bist einfach viel zu druckempfindlich Didijeh!“ hatten sie ihn angebrüllt, nur auf Spanisch. Aber das hat es auch nicht besser gemacht.
Da war Didier ausgerissen und hatte sein Glück in der weiten Welt gesucht.

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Eines Tages ist er an Land gegangen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wegen des besseren Überblicks war Didi zuallererst auf einen Baum mit freundlichen Nadeln geklettert.

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Als er ganz unten war, wollte eine Kröte an ihm riechen und wilde Tiere wollten ihn fressen und da musste er sich erst Mal in einem Laubhaufen vergraben,

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er musste über 7 Brücken gehen,

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und auf einen hohen Baum musste er kraxeln

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und zuguterletzt verfing sich der rosarote Unglücksrabe dann auch noch in einer Elchfalle und musste eine Nacht hinter Gittern verbringen.

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Endlich hatte das französisch-stämmige Obst aus Südamerika einen Freund gefunden, der ihm auf den ersten Blick sympathisch war:
Toni den Tannenzapfen!

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Aber ach! Der Freund konnte nicht bleiben wie er war und Didier war noch einsamer als vorher.

Didier hat viel geweint in diesen Tagen, aber er sagt selbst, dass das davon kommt, wenn man in einem Brennesselfeld schläft.

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Den kapriziösen Elfen war ein bisschen langweilig und sie flüsterten Didier zu, dass er auf den Kelchblättern ihrer Blumen wie auf fliegenden Teppichen reisen könne…017

Aber Didier war zu fett und als er von den Blättern plumpste, lachten die tückischen Weiber wie aus silbernen Glöckchen so hell.

 

 

 

Und eines Tages stand er dann vor meiner Haustür.

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Was jetzt kommt, das wird man dann schon sehen.
Vielleicht bringe ich ihm Klavierspielen bei.

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Oder wie man die Katzen tratzt.

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Im Moment liegt er am liebsten im halbdunklen Gemüsefach und erzählt dem jungen Gemüse Schauergeschichten von der großen, weiten Welt.

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Ich werde es machen, wie die taubstumme Aubergine und mir das alles erst Mal eine Weile lang anhören ohne die Augenbraue hochzuziehen. Und wenn er dann schläft, werde ich ihm zuflüstern, dass das spirituelle Gesetz sehr präzise ist. Und dass ich mal gelesen hätte, dass uns das Universum nur einen Spiegel vorhält, in den wir schauen.  Die Brennesseln, die Kröte, all das. Ganz unverbindlich werde ich ihm das erzählen, mehr so nebenbei.
Vielleicht wird dass dann der Moment sein, wo er laut zu pfeifen anfängt in dem Gemüsefach, weil er mich für meschugge hält.

Und dann werde ich diskret den Mund halten, mindestens bis Mittwoch.
Aber wenn er meint, dass ich schon im 1. Stock beim Duschen bin, werde ich noch einmal schnell zurückflitzen und in den Kühlschrank brüllen: „Harre aus, tapfere kleine Drachenfrucht mit französischem Namen! Warte nicht darauf, dass Dir ein paar doofe Elfen ihre Blätter anbieten, um Dich zu verarschen! Du bist ein Magnet! Vertraue ganz einfach darauf, dass Du ein Wunder anziehen wirst!“
Und schon bin ich weg.

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