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Ein langer Tag, Staub auf den Gesichtern.

Obwohl der kleine japanische Junge so eine schöne FC Bayern-Mütze aufhat, quengelt er vor sich hin.
Er grantelt und brummelt ein bisschen, dann wird das Jammern öffentlicher, geht über in Gekreische, um stufenlos von internationalem Plärren abgelöst zu werden und nur das geübte Ohr vermag das stufenlos erscheinende münden in den Brüllmodus zu differenzieren.

Der japanische Vater, der seinen kleinen Sohn auf den Arm nimmt und ihn so vom Weinen abhalten will.
(Ein lieber Papa.)

Der ihm die vorbeigleitende Landschaft zeigt, seine kleine Hand an die Gepäckablage legt und ihm zeigt, wie er sich mit der eigenen, viel größeren Hand daran festhält.
Der kleine Bub versucht es ihm gleichzutun mit großen Augen und verstummt.
(Ein kluger Papa.)

Der Vater will den Sohn auf seinem Arm justieren und wirft ihn zu diesem Zweck ein bisschen nach oben.
Aber da ist ja immer noch die Gepäckablage. Wo soll sie in den letzten 2 Minuten auch hingegangen sein.
Der japanische Kleinkinderkopf rummst gegen die deutsche Gepäckablage.
(Ein ungeschickter Papa. Vielleicht sogar ein bissl ein blöder Papa.)

Ich halte mir die Hand vor den Mund
der Vater entsetzt
das Kind erst stumm vor Schreck
und dann, aber hallo!
Kettensägen Ohrmuschel Spa dagegen.

Der Mensch ist

lieb

klug

und

ungeschickt.
Manchmal vielleicht sogar ein bissl blöd, die Grenzen können da oft fließend sein.

Nur wer im Koma liegt, macht keine Fehler.

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