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Wie oft erschießen wir den Reiter, der uns die Botschaft bringt?

Der uns

Eifersucht

Neid

Leistungsdruck

Verlassenheitsängste

Angst, nicht zu genügen

Angst, es nicht wert zu sein

mitten ins Wohnzimmer stellen will?

 Unsere individuelle Seelenpein.

Vielleicht ist es zu viel verlangt, den Reiter zum Frühstück hereinzubitten. Sein Pferd zu versorgen und im warmen bei einer Tasse Tee die Lieferung zu betrachten. Wir wissen ohnehin, was er in Händen hält. Aber was damit anfangen, wo es doch nichts als Schmerz ist?

Können wir die Annahme verweigern oder sind wir gezwungen, bis an unser Lebensende Reiter totzumachen?

Eines sollten wir uns klar machen: auch wenn wir zufälligerweise in Amerika leben und unser Waffenschrank voll ist. Auch wenn wir den Reiter häuten, vierteilen oder ihn so lange auf den Kopf stellen, bis alles glänzende aus seinen Taschen gefallen ist:

Die Reiter sterben nicht aus.

Da wo die Angst ist, ist der Weg.

So lange wir jedoch die Annahme verweigern, sind wir unbekannt verzogen. Werfen anderen vor, uns nicht zu kennen ohne uns selbst zu kennen. Kennen nur die Spitze unseres eigenen Eisberges und werden gezwungen sein unser Leben feige auf einem kleinen Rettungsboot zu fristen, immer aufbruchbereich,  immer in der Angst lebend, uns verstecken zu müssen. Nie können wir an Land gehen, wo man unseren Namen und unser Gesicht erkennen könnte.

Was ist das für ein Leben? 

Wenn man das ständige Nachsendeantrag ausfüllen leid ist, kann man den Reiter an seinen rot geforenen Ohren ins Haus ziehen 

und die Botschaft entgegennehmen.

Und das wird sein wie das allererste Weihnachten. Alles Schwere, alle Liebesschwüre, die einen nie zu schützen vermochten, alle Gebete von einer anderen Welt werden sich auflösen:

Dann fängt Freiheit an.

Life and love is not for cowards.

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