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Kennen Sie den „im-Flieger-den-Sitz-nach-hinten-Klapper“? Diese Spezies findet man auch im Zug. Besonders im Zug nach Würzburg. Dem man dann, weil man sich doch irgendwie rächen muss, stundenlang das eigene Knie in den Rücken zu rammen hat. Also wirklich. Als ob man nichts Bessers zu tun hat.

Wer ruft die Menschen um halb 5 Uhr morgens auf dem Handy an um zu Plaudern? Nachtwärter? Vergnüglich ist es allerdings zu beobachten, wenn Leute von reservierten Plätzen wieder aufstehen müssen. Da bekommt man wenigstens was geboten für sein Geld.

Und es gibt zwei Frauen, die reden 2 Stunden lang durch. Über den Mann der einen Frau. Und sie reden gar nicht nett. Dann ruft der Mann an und die eine Frau telefoniert mit ihm auf dem Handy. Wenn sie auflegt, lacht sie und sagt gemeine Sachen über ihn. Und mir tut der Mann noch mehr leid, als vorher schon, als ich nur wusste, dass die Frau seine Frau ist.

Und es gibt immer Männer mit Laptops. Die sitzen vor den Frauen und schreiben. Und haben ganz rote Ohren. Und irgendwann sagt der eine zum andern: „Wie kann man 2 Stunden lang immer nur reden?“ Und der andere voll Gram, dass die Frau Volkes Stimme sei. 

In Frankfurt habe ich Eckart von Hirschhausen gesehen und gehört und zwei andere, die waren lustig. Und Roger Willemsen hat ein sehr schönes Kinderbuch geschrieben über Hiob aus der Bibel. Und er ist umständlich und antiquiert aber sehr witzig. Und das habe ich ihm gesagt und er hat gelacht und gesagt: „Na, das werte ich mal als Kompliment.“

So nennen wir das jetzt zu Hause. Wenn dich jemand beleidigt oder frech zu Dir ist, sagst Du: „Na, das werte ich mal als Kompliment! Haha“. Das nennt man „einen Roger machen.“ Oder einen Willemsen, ist noch nicht ganz raus.

Lothar Matthäus war wie Heinz Wäscher aus Kein Pardon von Hape. Er hat gejammert, dass er die Presse ja gar nie einlädt. Er will die doch gar nicht. Die kommen immer von alleine. Und setzt sich in Position, damit man ihn besser fotografieren kann. Und nach der zweiten Frage hat er gesagt, dass er eigentlich keine Zeit hat und dass das alles in seinem Buch steht. Die Leute gehen schnell weiter, aber die Fotografen und die Presse freuen sich halb tot über ihn.

Und eine Frau rempelt an mir vorbei und sagt: „ICH bin Autor.“ Und ein alter Mann mit strähnigen Haaren will an einem Stand ein Buch umsonst, weil er „PRESSE“ ist. Kriegt er aber nicht. Hätte er vorher beantragen müssen, HAHA.

Ansonsten, viele Bücher. Aber keine Goodies oder Geschenke. Ich bin ein bisschen betrübt, weil ich sehr gerne was geschenkt bekomme. Nicht mal Kugelschreiber. Aber ich weiß, wie ich als „Warrior cat“ aussehe. Ich bin fotografiert worden und mein Gesicht in eine rote Katze gescannt. Ich sehe aus wie ein Dackel.

5 Hallen und jetzt hat man das also auch mal gesehen. 

 

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