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Topfengolatschen sind immer das erste Wort, das ich sagen muss. T o p f e n g o l a t s c h e n. Wie eine leise Melodie.

Wenn ich mich recht erinnere, sagt das Erich Kästners Hauptfigur in der Einleitung zu seinen „Salzburger Gschichten“. Die österreichische Sprache sei wie Musik, während das Berlinerische hart belle. Salzburger Nockerl, Salzburger Nockerl, trallala.. Ick hab noch enen Koffer in Balin, wuff wuff..

(Eingeschweisst und a weng blass: die ersten Vertreter der Salzburger Golatschensaison.)

 

 

 

Im Supermarkt: „Zoin?! Heast bitte gengans an die Kassa!“ (trallala). Im Bus: „Is datt dat Mirabellplatz?! Somma ma kuckn?“ (wuff wuff).

Es gibt kein gustiöseres Wort als Mehlspeistopfen. Mehlspeis weckt sinnliche Assoziationen nach Plunderteilchen, Punschkrapfen und Nussbeugerl. Und wenn ich Topfen hör, also wenn ich Topfen hör ist´s bei mir eh aus.

Melange, Paradeiser, Karfiol, Jause, Haberer, Soizstangerl, Knedl, Blitzgneisser, Trafik, Gelsen und Beisl. Trallala.

         Obwohl ich ein grosser Pfannkuchen Fan, Verzeihung, Palatschinken Fan bin, Frittaten Suppe ist mir ein Graus. Ob in echt oder im Sackerl.                 


Kaffee mit Schlag? Nur der Feigling verneint.

 

 

 

 

Meerettich treibt Dir als Kren das Wasser in die Augen. 

 

 

 

 

Und wann die kaan Almdudler ham, geh i wieder ham.

 

 

 

 

 

Pfirsich-Marille mit Topfen-Creme (In Deutschland: Aprikosen mit feiner Quarkcreme)

 

 

 

Feldforschungen mit Österreichern über mein Lieblingswort Topfen haben ergeben, dass diese das deutsche Hipp Glas mit seiner Quarkcreme als ur-arrogant, hochgestochen und komplett unlässig ablehnen. Weil Topfen batzig, schlazig, cremig und pampig sein müsse.

 

 

 

 

 

Die Bayern und die Österreicher sind wie Geschwister. Zwei Geschwister, die 1 Minute auseinander geboren sind und gemeinsam gegen die 5 Jahre ältere Schwester Hannover rebellieren. Je älter Du wirst, desto mehr kommst Du miteinander aus. Auch wenn Du den anderen manchmal an die Wand hättst klatschen können.

Die Lässigkeit Salzburgs kleidet sich in eine Sprache, sein Stil liegt im Kaffee und sein echter Charme ist ein indirekter, der sich weigert mit den japanischen Touristen Walzer auf der Staatsbrücke zu tanzen. Aber der die Hand jeder gnädigen Frau formvollendet küsst und ihre Haut dabei wie Schmetterlingsflügel nur ganz sanft streift.

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