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Pisspott

Pissnelke

angepisst sein

„Piss mich nicht an“ (sagt die eine Arbeitskollegin zur Anderen)

verpissen

Verpiss Dich!

to be pissed (but be careful, this is a false friend)

Ich verpiss mich jetzt

pissig sein

Ich denke, was auslaufen kann. Überlaufen. Weglaufen. Sich verlaufen kann. Nicht mehr wiederkommen kann.

Dinge laufen aus.

Wenn sie nicht ordentlich verschlossen sind. (Blumenkohlsalat in Tupperware im Trolley. Als gesunder Snack für die erste Nacht im Hotel. Danach in Unterwäsche schlafen und keine Socken mehr.)

Tiere laufen aus.

Der Kater. Als er Stubenarrest hatte. Protestpinkler. Auf den Rucksack. (Gemerkt im Zug, Rucksack auf dem Schoß, spüre das Feuchte, befühle die Nässe, denke Wasserflasche? Halte Finger an Nase, kein Wasser.)

Mein Bruder.

Im blauroten Kinderskianzug, der schnell heimwill vom Rodlberg. Weil es ganz dringend ist. Vom geschwätzigen Nachbarn in ein Gespräch verwickelt sich nicht traut zu gehen. Und der sich dann ergibt und zuhört mit 6 Jahre alten Ohren und spürt, wie es plötzlich ganz warm wird, obwohl es Winter ist.

Meine Nachbarin.

Die nie zu ihm gesagt hat, halt mich fest. Und die immer blasser und zarter wurde, aus der das Leben tropfte, aus ihr herausrann und die starb, als ich im Juli im Urlaub war. Und deren Namensschild noch im August am Briefkasten hing. Verreist.

So vieles muss raus. So vieles. Und darf nicht.

Wenn ich so dringend muss. Und nicht darf. Es ist unklug. Warte auf den richtigen Moment. Das hätte ich nicht getan.

Wenn ich innerlich wie auf Herdplatten tanze. Es wird erträglicher, wenn die Fußsohlen taub werden. Trainiert für wilde Tänze. So viel Hass in mir. So viel Wut.

Das kann sich entzünden heißt es. Explodieren, implodieren. Das gibt eine große Sauerei. So oder so. 

Immer kann man nicht aufs Klo gehen. Warten warten warten, bis man am richtigen Ort ist. Und die Zeit muss auch die richtige sein. Das ist das Schwerste.

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