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Wenn ich zu Sergio sag, sing ein Lied für mich, singt er ein Lied für mich.

Auf der Stelle.
Genau auf der Stelle, auf der er in dem Moment gerade steht. Ohne Proben und Überlegen.
(Er ist wie ein menschlicher Wurlitzer, eine Juke Box auf zwei Beinen.)

Er ist ein Zirkusclown. Der, den man umarmen will. Weil er dieses traurige Glitzern in den Augen hat. (Weh- und übermütig und alles gleichzeitig.)

Und er singt und spielt sofort, was das Zeug hält.

Von der Sehnsucht singt er.
Von der Liebe und von der Einsamkeit. Vom Schmerz.
Von der Hoffnung und der Angst.
Von heißer Sonne, kalten Herzen, funkelnden Augen und tanzenden Beinen.

Ich versteh die Worte nie, aber ich weiß genau, dass er nur davon singen kann.

Es ist ihm egal, ob ihn jemand von der Stelle, auf der er gerade ist, vertreiben will. Er sieht die Bilder und schmeckt die Farben. Immer.

(Und leider muss man sich beim Anschaun auf den Tisch legen, um das Bild waagerecht zu sehen. Aber man kann es sich ja da auch nett machen. Ein willkommener Perspektivenwechsel.
Und gerade fällt mir ein, dass man ja mit den Ohren hört. Da kann man die Augen ja genau so gut zumachen.)

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