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Gestern wieder. Gestern ist mir beim Radl fahren die Bremse festgefroren.

Das Kabel blieb einfach angezogen und blockierte den Vorderreifen. Das war dann wie Autofahren mit angezogener Handbremse. (Süße Fahrschulerinnerungen..)

Ich hätte das Fahrrad ja an die nächste Hauswand lehnen können. Oder in die nächste Wiese schmeißen, das hätte auch gleichzeitig Aggressionen abgebaut. Und zu Fuß wär ich 5-mal so schnell gewesen.

Aber ich kann ja da sehr stur sein. 

Auf einmal befindet man sich frühmorgens mitten drin in einem Machtkampf. Aber wenn mein Radl durchaus wissen will, wer den längeren Atem hat, avec gscheid viel plaisir. Kann es haben.

Also bin ich Avada Kedavra murmelnd in die Pedale getreten.

An der S-Bahn-Station habe ich mich von meinem Fahrrad mit dem frommen Wunsch verabschiedet, es möge doch bitteschön bis zum Abend zur Vernunft gekommen sein. Und gelernt haben, loszulassen.

Rotzfrech hat es mich angegrinst beim Heimkommen.

Vielleicht, dass ich das Radl heute Abend föhne. Also die Bremsklötze.

Aber immer noch besser so als anders rum, denke ich.

Ich erinnere da gern an den einen Winter, als das Gaspedal meines alten R4s festfror. 

Ein glücklicher Umstand wollte es, dass weder Mann noch Maus auf dem Gehsteig flanierten, als ich in meiner Not mit vollem Karacho darauf gebrettert bin. Und das der Vorgarten hinter dem Gehsteig keinen Zaun hatte war auch sehr günstig.

Kann man sagen was man will, aber eine gute Handbremse ist schon was wert.

Apropos.

Föhnen?! Ha! Am Arsch!

Tückisches Perpetuel.

Aber wart nur Bürscherl, das kann ich aussitzen.

 

(Bremse vorne)

(Bremse hinten)

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