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Ich hab mir irgendwas verrissen.

Wegen dem, was ich gestern geschrieben hab. Irgendwas fühlt sich schief an. Und das will ich jetzt geraderücken.

Ich hab zeitlebens das Gefühl, es gibt ein Geheimnis. Etwas, was alle wissen, nur ich nicht. Die geheime Zutat, wie man es machen muss, um glücklich zu sein. Um „richtig“ zu sein.

Ich rätsele da herum, so lang ich denken kann. Und versuche im Sommer zu grillen und im Winter Ski zu fahren. Und geht trotzdem nie ganz weg, das Gefühl.

Das hat mit mir zu tun. Nicht mit den anderen. 

Ich schreibe auf einem öffentlichen Blog aus genau den gleichen Gründen aus denen andere auf Facebook „Gefällt mir“ klicken. 

Ich lese meine Worte weder meinem Hamster noch meinen eingegangenen Veilchen vor.

Ich will gesehen werden. Und gehört. Wie jeder.

Weil das ein menschliches Bedürfnis ist.

Bei dem Bergbauern wahrscheinlich weniger, als bei einem Politiker oder Schauspieler. Aber selbst der will Feedback von den Kühen über die neue Melkmaschine. Gehe ich davon aus. 

Und trotzdem ist etwas in mir, tief in meinen Eingeweiden, was mir dieses Medium suspekt erscheinen lässt.

Vielleicht, weil es in komprimierter Form soziales Leben darstellt. In der das Traurige oder Unsichere so negiert wird. Und deshalb nicht komplett ist.

Und vielleicht hat das dann wieder etwas mit mir zu tun.

Aber wir wollen jetzt nicht versuchen das tiefenpsychologisch zu deuten.

Und wenn mich jetzt keiner festhält, dann rede ich mich hier noch um Kopf und Kragen.

Was ich sagen will,

wir sind alle Menschen.

Manchmal liebenswert. Manchmal einsam. Manchmal angeberisch. Manchmal traurig. Manchmal lustig.

Das ist unser gemeinsamer Nenner.

Immer.

 

http://de.nachrichten.yahoo.com/der-facebook-neid–zurschaustellung-im-netz-macht-ungl%C3%BCcklich.html

Vielleicht bin ich einfach nicht gemacht für dieses Medium.

Zumindest im Moment. Ich nehme mir jetzt ein Kabbala, ähm Sabbatical. Facebooktechnisch.

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