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Peggy würde für ihr Leben gern einmal im Toten Meer schwimmen.
Sie hat gehört, da sei so viel Salz drin, dass es einen Menschen trägt. Dass er sein eigenes Gewicht nicht mehr spürt. Man kann einfach nicht untergehen.

Peggy mag die großen Samstagabend Shows. Sie bewundert die Moderatoren, die die Menge wie Gladiatoren beherrschen. Thomas Gottschalk, Jay Leno, Harald Schmidt. Sie scheinen Peggy wie Astronauten im Weltraum zu schweben. Vom Meer getragen.

Peggy stellt sich gerne vor, wie sich in ganz Deutschland die Menschen vor dem Fernseher versammeln. Wenn sie in ihrer Wohnung allein vor dem Bildschirm sitzt, ist ihr, als sei sie in diesem Moment Teil von etwas Grossem, etwas Ganzem.
Sie kann es nicht leiden, dass die Samstagabend Show an Wert verliert.

Ich weiß, dass Peggy Big Brother schaut. Um zu sehen, wie Menschen miteinander reden, essen, streiten, aufs Klo gehen und Sex haben.
Peggy fürchtet sich vor den Menschen. Sie erträgt sie nur in kleinen Dosen. Aus der Ferne.

Peggy ist nicht die ARD und nicht das ZDF. Peggy sieht mit dem zweiten Auge auch nicht besser. Sie sieht nur mehr. Peggy ist mittendrin und nicht dabei.

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