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Peggy lässt sich nicht gerne massieren. Sie hat Angst, sich gehen zu lassen. Sie fasst ihren Körper ungern an beim Duschen. Sie verwendet ph neutrales und seifenfreies Duschgel aus der Apotheke. Auf der Massageliege ist eine Öffnung. Darauf liegt Peggys Gesicht. Auf dem Boden darunter steht eine rote Blume in einer kleinen Vase. Peggy freut sich darüber, bis sie schlafen geht.

Peggy mag es, im Wald zu sein, kurz bevor es dunkel wird. Sie mag es, wenn es dunkel ist und man nichts mehr sieht. Da hat sie keine Angst. Da ist sie nah bei sich und muss nichts sein. Sie zieht ihre Mütze aus. Dann kann sie besser hören. Und wittern. Wie ein Tier. Ein Hase. Ein Reh. Oder ein Marder. Sie sagt, dass die moderne Welt die Menschen blind und taub gemacht hat.

Peggy braucht jemand, der ihr das Gefühl gibt, dass sie existiert. Wenn ihr der Kellner ein Glas Rotwein bringt, ist alles klar. Dann weiß sie, dass sie vorher ein Glas Rotwein bei ihm bestellt hat. Manchmal braucht sie für alles eine Bestätigung. Manchmal sitzt sie in einer Kneipe und sie erscheint sich selbst so unwirklich, dass sie fast keine Luft mehr bekommt.

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