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Ich kenne eine böse Frau.

Die sagt gemeine Sachen. Die macht hinterhältige Dinge. Die freut sich, wenn es anderen schlecht geht. Die verdreht Wahres und lässt Lügen daraus werden. Die erzählt jedem, wie schlecht die Welt ist.

Es gab eine Zeit, da wollte ich wissen, ob die böse Frau eine traurige ist, eine Einsame. Die sich nur nicht traut, nett zu sein.

Die immer frieren muss, weil man doch sagt, dass Hass gefrorene Liebe ist und weil der Hass das Kleid ist, das sie am liebsten trägt.

Ich habe mich ganz nah neben sie gesetzt, damit ich ihr Kleid besser sehen kann. Um einen einzigen kostbaren Nadelstich zu finden.                                                           Und ich habe mich dabei so sehr konzentriert, dass ich vergessen habe, mich selbst anzuziehen.

Die Mode ändert sich.                                                                                              Zum Glück macht sie das und jetzt ist die Zeit eine andere.

Die Anzahl der Synapsen im menschlichen Gehirn entspricht der Anzahl der Sterne in 1500 Galaxien im Weltraum. 125 Billionen. Wann immer wir einen Gedanken denken, verändert jeder Gedanke, jeder Schmerz, jedes Gefühl diese Synapsen und lässt sie neue Verbindungen eingehen. Je häufiger wir einen bestimmten Gedanken denken, desto integrierter und fester etabliert wird diese neue Synapsenverbindung. Sie ähneln Wegen, auf denen unsere Gedanken hin- und herschießen.

Erst sind es nur Trampelpfade, dann werden sie zu festen Wegen. Dehnen sich aus, werden ausgebaut zu Straßen und schließlich, wegen des hohen Verkehrsaufkommens, ist es nötig Autobahnen daraus zu machen.

Wenn man nicht aufpasst, wacht man eines Tages auf und es brummt der Schädel von all den Schnellstraßen, auf denen in der Nacht die Laster donnern.

Ich bin jetzt Österreich.

Ich werde jetzt teuer.

Ab jetzt verkaufe ich Pickerl für die Autobahn. Ohne Pickerl, keine Fahrt und wehe ich erwische jemand ohne, dann wird abkassiert.

Ich bin jetzt Österreich, ich spiele nicht gut Fußball und die Wahrscheinlichkeit, dass ich jemals den Eurovision Song Contest gewinnen werde, ist eher gering. Aber meine Berge sind hoch, meine Seen tief, meine Luft frisch, meine Wiesen grün, meine Bienen frech.

Die Aufmerksamkeit, die ich unfreundlichen Säcken entziehe, dient meinem eigenen persönlichen Umweltschutz. Wo bringts mich hin, wenn ich jeden in mir rumfahren lasse, wie er grad lustig ist. Dann kommen sie aus den Ländern, wo es eine Geschwindigkeitsbegrenzung gibt, um bei mir die Sau rauszulassen.

Ich bin eine ganz altmodische Monarchie und da schafft nur eine an.

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